Finanzbedarf ermitteln
Nachdem Sie ausgerechnet haben, bis zu welcher Höhe Sie sich eine Kreditrate leisten können, kennen Sie die maximal mögliche Finanzierungssumme. Mit ihr ist der Rahmen für die erfolgreiche Immobiliensuche abgesteckt. Haben Sie ein Objekt gefunden, das Sie gerne kaufen möchten, müssen Sie als nächstes den exakten Finanzbedarf ermitteln. Neben dem reinen Kaufpreis für eine bestehende Immobilie oder der Bausumme bei einem Neubau gilt es dabei auch die Nebenkosten zu berücksichtigen. Sie können bis zu zehn Prozent ausmachen.
Ist ein Makler am Kauf beteiligt, beträgt dessen Provision je nach Region und Objektpreis zwischen drei und sechs Prozent der Kaufsumme. Die Courtage für den Vermittler stellt somit neben der Grunderwerbssteuer von zumeist 3,5 Prozent des Kaufpreises den größten Posten dar. Weitere Kosten entstehen beim Notar und für die Eintragung ins Grundbuch. Beide Positionen zusammen schlagen mit weiteren rund 1,5 Prozent zu Buche. Alle genannten Nebenkosten müssen in den Gesamtfinanzbedarf eingerechnet werden, damit am Ende nicht plötzlich eine Finanzierungslücke auftaucht.
Möchten Sie ein bereits bestehendes Haus kaufen, muss dessen Zustand kritisch unter die Lupe genommen werden. Falls absehbar Sanierungsbedarf besteht, zum Beispiel am Dach, bei den Fenstern oder der Heizung, sollten diese Kosten bei der Finanzierung ebenfalls Berücksichtigung finden. Auch bei einem Neubau sollten Sie genau prüfen, ob irgendwo versteckte Kosten lauern. Ein scheinbar besonders günstiges Grundstück kann zum Beispiel dann sehr schnell sehr teuer werden, wenn Erschließungskosten noch separat gezahlt werden müssen. Für den Bau einer Zuwegung und den Anschluss ans Kanalnetz werden schnell einige tausend Euro fällig.
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