KfW-Kredite und Fördermittel

Früher konnten Hauskäufer darauf setzen, dass ihnen der Staat mit der Eigenheimzulage finanziell unter die Arme griff. Familien mit Kindern profitierten dank entsprechender Zulagen in besonderer Weise. Mit Beginn des Jahres 2006 fiel diese Förderung weg. Das bedeutet aber nicht, dass es heute keine öffentliche Unterstützung mehr beim Erwerb von Immobilieneigentum gibt. Nur ihr Charakter hat sich gewandelt.

Heute wird verstärkt Wert darauf gelegt, dass ökologisch vorteilhafter Wohnraum entsteht. Deshalb fördert die öffentliche Hand den Bau von energiesparenden Häusern ebenso wie die energetische Sanierung bestehender Objekte. Neben direkten Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, stehen insbesondere zinsverbilligte Kredite zur Verfügung. Sie werden von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, vergeben. Beantragen muss man die Darlehen allerdings über die Bank, die auch die restliche Finanzierung abwickelt. Direkte Anträge von Häuslebauern oder Käufern bei der KfW sind nicht möglich.

Die staatliche Förderbank hat eine Reihe von Programmen aufgelegt, die für künftige Hausbesitzer interessant sein können. Am wichtigsten sind die Kredite, mit denen ein Teil der Kauf- oder Bausumme zu besonders günstigen Zinsen bereitgestellt wird. Die Richtlinien und Kriterien werden laufend angepasst, wobei der Trend langfristig in Richtung Passivhaus gehen dürfte. Schon heute gilt: Je energieeffzienter eine Immobilie ist, je weniger Energie also verbraucht wird, desto stärker können Bauherren und Erwerber von den KfW-Programmen profitieren. Neben dem Neubau besonders energiesparender Häuser legt die KfW einen Schwerpunkt auf die Sanierung von gebrauchten Immobilien. Hier kommen sowohl Familien und Einzelpersonen zum Zuge, die ein Bestandsobjekt kaufen wollen, als auch solche, die bereits seit einiger Zeit ein Haus besitzen und es nun energetisch auf den neuesten Stand bringen wollen.

Wichtig ist jedoch in allen Fällen, dass die Anträge auf Förderungen oder verbilligte Kredite bei der KfW gestellt werden, bevor mit dem Bau oder der Umsetzung von Renovierungen begonnen wird. Wer zu früh startet, riskiert einen Verlust der Förderung. Zudem empfiehlt es sich, frühzeitig Gespräche mit einem entsprechend qualifizierten Architekten und den Finanzierungsexperten der Bank zu führen. So können Planung und Finanzierung optimal aufeinander abgestimmt werden.

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