Kredite und Hypotheken
Der Kauf oder der Bau einer Immobilie kostet viel Geld – deutlich mehr Geld, als ein Normalverdiener auf dem Konto hat. Damit der Traum von den eigenen vier Wänden trotzdem Wirklichkeit werden kann, vergeben Banken Kredite an Immobilienkäufer. Als Sicherheit lassen sich die Kreditgeber eine Hypothek ins Grundbuch eintragen. Diese Grundschuld erlaubt ihnen den Zugriff auf die Immobilie, wenn der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
Die Hypothek dient also der Absicherung einer Immobilienfinanzierung. Deshalb ist es wichtig, dass das zu finanzierende Objekt ansonsten lastenfrei ist. Nur dann kann die Bank die erforderliche Grundschuld eintragen lassen. In welchem Umfang ein Objekt beliehen werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem die Lage und der Zustand der Immobilie sowie die Geschäftspolitik des jeweiligen Kreditinstituts spielen hier eine Rolle. Manche Banken bieten bei entsprechender Bonität des Kunden Vollfinanzierungen an, andere Institute akzeptieren lediglich Beleihungen bis zu einer Höhe von 60 Prozent des Schätzwertes. Die Hypothek bleibt so lange bestehen, bis der Kreditnehmer das Darlehen vollständig getilgt hat, anschließend wird sie aus dem Grundbuch gelöscht. Die Immobilie ist dann schuldenfrei und gehört dem Käufer.
Immobilienkredite, aber auch ein günstiger Sofortkredit, werden normalerweise mit langen Laufzeiten abgeschlossen, da es meist um große Summen geht. Erst die Rückzahlung über 15, 20 oder noch mehr Jahre senkt die monatliche Belastung auf ein Niveau, das Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen den Erwerb eines Hauses ermöglicht. Auch die Zinsen werden in aller Regel für viele Jahre festgeschrieben. Hier variieren die Konditionen von Bank zu Bank. Grundsätzlich müssen lange Zinsbindungen mit einem gewissen Aufschlag bezahlt werden. Dafür genießt der Kreditnehmer ein höheres Maß an Sicherheit und ist vor bösen Überraschungen bei der Zinsentwicklung geschützt. Allerdings kann er umgekehrt auch nicht von einem sinkenden Zinsniveau profitieren.
Die monatlichen Raten, die für einen Immobilienkredit an die Bank überwiesen werden müssen, bleiben während der gesamten Laufzeit unverändert. Es reduziert sich allerdings mit der Zeit der Anteil, der für Zinszahlungen verwendet wird, zugunsten des Tilgungsanteils. Der Grund: Anfangs müssen für die gesamte Kreditsumme Zinsen gezahlt werden. Mit jeder Monatsrate sinkt aber die verbleibende Kreditsumme, was bei der nächsten Berechnung zu einer geringeren Zinsbelastung führt. Ein entsprechend größerer Teil der festen Monatsrate dient der Tilgung des Kredits. Diese Verschiebung setzt sich so lange fort, bis am Ende der Laufzeit das Darlehen komplett getilgt ist. Je höher die anfängliche Tilgungsrate, desto früher wird die Schuldenfreiheit erreicht – desto höher fällt aber auch die monatliche Kreditrate aus.
Tipp: Baudarlehen Zinsvergleich